Solar in Bremen
25.05.2020

Solardeckel fällt – PV-Förderung geht weiter

Nach monatelangem Stillstand hat sich die Bundesregierung nun in einer Mini-EEG-Novelle vom 18. Mai darüber geeinigt, die Deckelung für die Förderung von Photovoltaikanlagen aufzuheben. Bislang sah das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vor, bei einem Gesamtausbau von 52 Gigawatt die Förderung für Photovoltaikanlagen bis 750 Kilowatt Peak einzustellen – das wäre laut unterschiedlicher Prognosen zwischen diesem Sommer und Herbst der Fall gewesen. Branchenexperten und -verbände hatten einen drastischen Nachfragerückgang befürchtet, der den dringend notwendigen Ausbau von Solaranlagen für die Erreichung der Pariser Klimaschutzziele verhindert hätte.

Die Aufhebung der Deckelung ist für die Solarbranche ein wichtiges Zeichen, die es nach dem großen Einbruch in den letzten Jahren 2018 erstmalig wieder geschafft hatte, das jährliche Ausbauziel von 2,5 GW zu erreichen. Für das Jahr 2030 sehen die deutschen Klimaschutzziele einen Erneuerbare-Energien-Anteil von 65 Prozent am Bruttostromverbrauch vor. Laut der Deutschen Gesellschaft für Solarenergie und weiterer Branchenvertreter ist dafür jedoch ein deutlich höheres Zubauziel notwendig – eine langfristige und konsequente Förderung von Photovoltaik ist demnach entscheidend.

Sonnenpotenzial im Land Bremen

Auch im Land Bremen besteht noch viel Potenzial für Photovoltaik: Das Solarkataster der Stadt Bremen zeigt beispielsweise, dass etwa 14,2 Millionen Quadratmeter Dachflächen für eine Solarnutzung gut oder sogar sehr gut geeignet sind. Mit der Aufhebung der Deckelung sind nun auch im Land Bremen die Weichen für die im Koalitionsvertrag angekündigte Vision der „Solar Cities“ Bremen und Bremerhaven gestellt.