Solar in Bremen
12.12.2018

Sonderkürzung für PV-Anlagen zwischen 40 kW und 750 kW beschlossen

PV-Anlage
© Michael Bahlo

Der Bundestag hat im Energiesammelgesetz (EEG) beschlossen, die EEG-Umlage für größere Anlagen zusätzlich zu der ohnehin im EEG festgelegten Degression deutlich zu kürzen. Für Februar, März und April wird eine extra Absenkung von ca. 12% in Kraft treten.

Anlagen bis 100 kW, die zu festgelegten Vergütungssätzen in das öffentliche Netz einspeisen wollen, werden im Februar nur noch 9,47 Ct/kWh, im März 8,99 Ct/kWh und im April lediglich noch 8,50 Ct/kWh bekommen. Diese Sonderkürzung wird dem Photovoltaik-Zubau, der sich nach Jahren endlich wieder erholt hat, womöglich einen Dämpfer versetzen.

Photovoltaik-Zubau seit 2000

Der Zubau ist seit Jahren sehr gering (Datenquelle: BMWi, AGEEstat Bundesnetzagentur)

Tatsächlich ist für die Energiewende und zur Erreichung der Klimaziele nicht weniger Zubau, sondern ein sehr viel stärkerer Ausbau vonnöten. Eine Änderung für den im EEG festgelegten 52 GW-Deckel wurde hingegen nicht beschlossen. Wenn in Deutschland eine Gesamtleistung von 52 GW installiert ist, dann werden neue Solaranlagen bis 750 kW nicht mehr gefördert werden. Für eine Gesetzesänderung bezüglich dieses Deckels ist bislang noch nichts geschehen. Voraussichtlich im Laufe des Jahres 2020 wird diese Gesamtleistung erreicht werden. Momentan sind bereits 45,3 GW installiert, die Zeit drängt also.