Solar in Bremen
Haus mit Solar-Panels
Infos für Hausbesitzer

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, Sonnenenergie für das Eigenheim zu nutzen. Bei uns erfahren Sie, welche das sind und welche Lösung für Ihr Zuhause in Frage kommt.

Es ist genug Sonne für alle da

1456,3 Sonnenstunden sind im Jahr 2017 in Bremen gemessen worden. Genug Energie, um den haushaltseigenen Strombedarf oder einen großen Teil der Brauchwassererwärmung durch moderne Solartechnologie abzudecken – und das ohne das Klima zu belasten. Wie das geht, was sich wirtschaftlich rechnet und wo Sie Beratung und Förderung erhalten, finden Sie auf den folgenden Seiten.

Beratung für Hauseigentümer

In Bremen gibt es verschiedene Möglichkeit sich zur Installation oder Instandhaltung einer Solaranlage (Photovoltaik wie Solarthermie) beraten zu lassen. Die hier aufgeführten Beratungen sind alle kostenfrei oder werden gegen eine geringe Selbstkostenbeteiligung angeboten.

Förderrechner

Um einen ersten Überblick über die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaik-Anlage bei Ihnen zu Hause zu bekommen, können Online-Förderrechner genutzt werden. Solch eine Kalkulation dient als erste Orientierung und ersetzt keinesfalls eine genaue Berechnung und eine ausführliche Beratung.

Der Solarrechner der EnergieAgentur.NRW liefert eine grobe Abschätzung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und hilft so bei der ersten Abwägung, ob sich die Investition in eine Photovoltaik-Anlage lohnt. Berücksichtigt werden bei der Berechnung die Art der Anlage, der Eigenverbrauch, der Standort, die Ausrichtung und die Dachneigung sowie die Betriebskosten und mögliche Kredite.

Solarberatung der Verbraucherzentrale

Privatpersonen können sich entweder bei der Verbraucherzentrale oder im Rahmen von Gebäude-Checks bei sich zu Hause rund um die Installation einer Solaranlage zur Stromerzeugung oder Warmwasserbereitung auf dem eigenen Dach beraten lassen (Kosten je nach Angebot zwischen 5 und 40 €).

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Solarwärme-Check der Verbraucherzentrale

Die Verbraucherzentrale bietet für einen Kostenbeitrag von 40 Euro einen Solarwärme-Check für die private Thermieanlage an. Hier können Besitzer die Effizienz der Anlage, sowie die optimale Einstellung überprüfen lassen.

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Kostenlose Solarberatung der swb

Die swb bietet ihren Kunden kostenlose Solarberatungen an. Experten informieren zum Thema Photovoltaik und Solarthermie im swb-Kundencenter oder per Telefon. Es sollte vorab ein Termin vereinbart werden.

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Finanzierung

Wenn Sie zusätzlich zur Installation einer Solaranlage Ihr Wohneigentum energieeffizient sanieren, altersgerecht umbauen oder sicherer machen und wissen möchten, welche Förderprogramme von den Bundesprogrammen der KfW bis zu den Landesprogrammen des Senators für Umwelt, Bau und Verkehr für Sie die Richtigen sind, dann können Sie sich kostenlos bei der Bremer Aufbau-Bank beraten lassen.

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Das Solarkataster gibt Auskunft über Ihr Dach

Auf den Solardachwebseiten der Stadt Bremerhaven und der Stadt Bremen können Sie sich seit 2010 beziehungsweise 2013 anzeigen lassen, ob sich die Dachflächen Ihres Gebäudes grundsätzlich für eine photovoltaische oder solarthermische Nutzung eignen.

Das Solarkataster bezieht hierfür Informationen über die Höhe von Gebäuden, die Neigung von Dächern und den Schattenwurf der Umgebung, z.B. durch Bäume oder Gebäude in der Nachbarschaft, ein. All das ist relevant für das Potenzial eines Daches, Sonneneinstrahlung in nutzbare Energie umzusetzen – je mehr Sonne, desto besser. Im Kataster sind die Dächer je nach Eignung unterschiedlich eingefärbt. Hieran lässt sich die prognostizierte Wirtschaftlichkeit und die Menge Kohlendioxid, die durch die Sonnennutzung eingespart werden kann, abschätzen. Jeder Nutzer kann seine Straße eingeben und sich per Mausklick die Daten für sein Dach anzeigen lassen. Probieren Sie es doch gleich mal mit Ihrer eigenen aus!

Eine individuelle Solarberatung bezieht weitere Daten, wie beispielsweise die Statik des Daches, in die Beurteilung der Eignung ein. Daher lohnt es sich bei Interesse unbedingt, eine kostenfreie, individuelle Beratung in Anspruch zu nehmen.

BremenBremerhaven

Beispiel aus der Praxis

Einfamilienhaus in Bremen-Borgfeld

Zur Veranschaulichung finden Sie rechts eine Beispielrechnung für ein durchschnittliches Einfamilienhaus in Bremen-Borgfeld, ausgestattet mit einer Photovoltaikanlage ohne Speicher. In diesem Fall beträgt die Amortisationszeit etwas unter 10 Jahren bei zu erwartenden Stromkosteneinsparungen von circa 700 Euro im Jahr.

Größe der Anlage in kWp (installierte Leistung) 3,9 kWp
Ertrag in kWh pro Jahr (2017) 2.150 kWh
Solarer Eigenverbrauch in % bezogen auf den solaren Jahresertrag 45 %
Investitionskosten Anlage 6.540 € (brutto)
Erwartete Rendite 2–3 %
Inbetriebnahme Juli 2016

Förderung

Für Privatpersonen gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten für Solartechnik in Form von zinsgünstigen Krediten oder Zuschüssen. Diese finden Sie – den entsprechenden Technologien zugeordnet – anbei.

Photovoltaik

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet mit ihrem Programm 270 einen zinsgünstigen Kredit (ab 1,25 Prozent) für die Installation von Photovoltaik-Anlagen. Um als Privatperson einen solchen Kredit erhalten zu können, muss jedoch zumindest ein Teil des selbst produzierten Stroms ins Netz eingespeist werden.

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Speicher

Das bisher bei der KfW bestehende Förderprogramm für Solarspeicher wurde zu Ende 2018 eingestellt. Über neue Förderangebote halten wir Sie an dieser Stelle zeitnah auf dem Laufenden.

Solarthermie

Für kleinere Solaranlagen zur alleinigen Warmwasserbereitung im Gebäudebestand gibt es vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einen Zuschuss von 500 €. Größere Anlagen mit 11 bis 40 m² werden mit 50 €/m² Bruttokollektorfläche gefördert. Die swb bietet ihren Wärmebezugskunden eine Förderung von maximal 150 €.

Solaranlagen zur kombinierten Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung mit einer Größe von bis zu 14 m² Kollektorfläche bekommen im Gebäudebestand vom BAFA einen Zuschuss von 2.000 €. Größere Anlagen mit 15 bis 40 m² Bruttokollektorfläche werden mit 140 €/m² Bruttokollektorfläche gefördert (s.auch Innovationsförderung). Die swb bietet Ihren Wärmebezugskunden hier einen Zuschuss von maximal 300 € an.

Für beide Solaranlagentypen gibt es verschiedene Zusatzförderungen, unter anderem für die erstmalige Anschaffung einer Brennwertheizung, für eine Kombination der Solaranlage mit einer Wärmepumpe oder einer Biomasseanlage oder auch für eine Optimierung der Heizungsanlage. Des Weiteren kann ein sogenannter Effizienzbonus in Anspruch genommen werden. Nähere Einzelheiten können Sie auf der BAFA-Homepage finden.

Die Innovationsförderung kann für größere Solarthermieanlagen ab 20 m² Bruttokollektorfläche, die auf Wohngebäuden mit mind. drei Wohneinheiten oder auf einem Nichtwohngebäude mit mind. 500 m² Nutzfläche errichtet werden, in Anspruch genommen werden. Diese Zuschüsse können sowohl für Gebäude im Bestand als auch für Neubauten abgerufen werden. Näheres erfahren Sie auf der BAFA-Homepage.

Für die Finanzierung einer Solarthermie-Anlage bietet die KfW innerhalb der beiden Programme „energieeffizient Bauen“ (153) und „energieeffizient Sanieren“ (151 und 152) zinsgünstige Kredite ab 0,74 % effektivem Jahreszins.

In jedem Fall sollte vor dem Einbau einer Solaranlage für die Raumheizungsunterstützung allerdings geprüft werden, ob nicht durch andere Maßnahmen wie zum Beispiel bessere Fenster oder erhöhte Wärmedämmung des Daches Energie effizienter eingespart werden kann. Eine Gebäudeenergieberatung kann hier Klarheit verschaffen. Diese wird von der BAFA und der Klimaschutzagentur energiekonsens (für Gebäude im Land Bremen) gefördert. Eine solarthermische Anlage kann anschließend immer noch installiert werden.