Kann ich Photovoltaik gut kombinieren mit...
... einem dynamischen Stromtarif?
Seit 2025 können auch Privatkunden dynamische Tarife nutzen. Die Idee dahinter ist einfach: Mittels intelligenter Messung und Steuerung wird bei hohen Strompreisen an der Strombörse der eigene Solarstrom aus dem Speicher verbraucht. So sinkt die Stromrechnung noch stärker als bei Haushalten mit einer PV-Anlage und herkömmlichem Stromtarif, sodass die Investitionskosten in die Anlage und den Speicher zügiger amortisiert werden.
Umfassende Hintergrundinformationen gibt es hier:
Zur Themen-Website der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen
... einem Elektroauto?
Elektroautos bieten insbesondere dann eine Entlastung für die Umwelt, wenn sie mit Strom aus erneuerbaren Energien geladen werden. Mit einer PV-Anlage auf dem Hausdach steht dieser Strom sogar aus eigener Produktion zur Verfügung. Mit intelligentem Laden kann besonders viel PV-Strom für die Autobatterie genutzt werden: Wenn das Fahrzeug tagsüber (z.B. am Wochenende oder an Tagen im Homeoffice) einige Stunden zuhause steht, kann die Wallbox mit dem Wechselrichter der PV-Anlage kommunizieren und ein solaroptimiertes Laden ermöglichen. Mit dem sogenannten bidirektionalen Laden kann die Batterie des E-Autos sogar als Stromspeicher für den Haushalt dienen.
Wie das am besten funktioniert und welche Vor- und Nachteile die verschiedenen Lademethoden haben, erklären die folgenden Quellen:
- Themenseite PV und E-Mobilität der KEAN (Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen)
- Themenseite "Das Auto mit eigenem Solarstrom laden" der Verbraucherzentrale Bremen
Den Batteriespeicher im Haus für die Beladung des E-Autos mitzunutzen ist eher nicht so sinnvoll, da der Batteriespeicher im Haus in der Regel sehr viel kleiner als der Speicher des E-Autos ist: Ein üblicher PV-Speicher im Einfamilienhaus hat 3 bis 6 kWh, eine übliche Batterie im E-Auto: 50 - 80 kWh Kapazität.
... einem Gründach?
PV und Gründach ergänzen sich hervorragend. Ein begrüntes Dach hat positive Auswirkungen auf die Umwelt und die Folgen des Klimawandels. Es trägt zur Kühlung bei, bietet Raum für Pflanzen und Tiere und dient als Wasserrückhaltefläche. Kombiniert man ein Gründach mit einer PV-Anlage hat dies sogar positive Auswirkungen auf die Energiegewinnung: Der Wirkungsgrad der PV Module sinkt ab 25°C zunehmend. Der kühlende Effekt der Dachbegrünung führt insbesondere in den Sommermonaten zu einer deutlichen Reduktion dieser wärmebedingten Leistungsverluste, denn der Wärmeunterschied zwischen begrüntem und unbegrüntem Dach kann schonmal um die 40°C betragen. Es ist aber zu beachten, dass die Module durch die Begrünung nicht verschattet werden.
Für große Dachflächen (z.B. Gewerbedächer) ist folgendes zu beachten: In Bremen gilt ein Begrünungsortsgesetz, dass am 17.4.23 verschärft wurde. Es verpflichtet ab 50 m2 Flachdachfläche zu einer Dachbegrünung. Bei Dachinstallationen (dazu zählen auch Solaranlagen) können 30% der Dachfläche rechnerisch abgezogen werden. Mehr Informationen zur Dachbegrünung und deren Förderung gibt es auf der Website der Freien Hansestadt Bremen. Unternehmen, die PV und Begrünung kombinieren wollen, können zudem die kostenlose Beratung von energiekonsens und den Solarlotsen der WFB nutzen.
...einer Wärmepumpe?
Eine Umluft- oder Abluft-Warmwasserwärmepumpe mit Solarenergie zu betreiben lohnt sich sehr: Die laufenden Strom- und Heizkosten sinken so besonders deutlich und die anfänglichen Investitionen rechnen sich umso schneller. Für Trinkwassertemperaturen höher als 60 °C sind je nach Modell gegebenenfalls Zusatzheizer erforderlich. Weitere Infos zur Kombination von PV mit Wärmepumpe gibt es bei der Verbraucherzentrale Bremen.
Nach Möglichkeit sollten bauliche Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen frühzeitig gemeinsam geplant und aufeinander abgestimmt werden. Nutzen Sie die Solarberatung von energiekonsens. Zu Fragen bezüglich Heizung und Dämmung können Sie sich beim Klima Bau Zentrum in der Knochenhauerstraße kostenlos beraten lassen.