Solar in Bremen
Infos für Einrichtungen

Auch als öffentliche Einrichtung, Sportverein, Stiftung oder kirchliche Organisation können Sie durch die Nutzung von Solarenergie dem Klima und ihren Finanzen etwas Gutes tun.

Mehr Solarenergie für Einrichtungen

Ende 2017 gab es in Deutschland etwa 1,64 Millionen Photovoltaik-Anlagen, die zusammen 6,6 Prozent des Bruttostromverbrauchs decken. Trotz wirtschaftlicher Attraktivität gehört bisher nur ein Bruchteil hiervon öffentlichen Einrichtungen, Sportvereinen, Stiftungen oder auch kirchlichen Organisationen. Aufgrund von steigenden Strompreisen ist gerade jetzt ein guter Zeitpunkt, sich über die Installation einer Solaranlage für Ihre Institution zu informieren. Auf den folgen Seiten haben wir alle relevanten Informationen für Sie zusammengestellt.

Beratung für Einrichtungen

Kontakt: Siecke Martin
Tel. 0421 79002 – 43
Fax: 0421 79002 – 90
siecke.martin@bund-bremen.de

Kostenlose Solarberatung für öffentliche Einrichtungen

Im Auftrag des Senators für Umwelt, Bau und Verkehr bietet der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Bremen, Umweltdienstleistungsgesellschaft mbH kostenlose Solarberatungen für öffentliche Einrichtungen, Sportvereine, Stiftungen und kirchliche Organisationen im Land Bremen an. Ansprechpartnerin ist Siecke Martin vom BUND Bremen.

Beispiel aus der Praxis

Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Bremen-Blumenthal bezieht Solarstrom vom eigenen Dach

Die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde in Bremen-Blumenthal ist hinsichtlich Umweltschutz und Energieeffizienz besonders umtriebig. So sind Maßnahmen zur energetischen Sanierung der Kirche geplant. Unter anderem hat die Gemeinde einen Teil der Dachfläche des Gemeindehauses an die BEGeno verpachtet. Die BEGeno, die Bürger Energie Genossenschaft, ist ein Zusammenschluss von über 10.000 Bürgerinnen und Bürgern aus dem Land Bremen, die den Ausbau der Erneuerbaren Energien in der Region vorantreiben wollen.

Im Jahr 2017 realisierte die BEGeno neben anderen Projekten die Solaranlage in der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Bremen-Blumenthal. Die impulsgebende Beratung zur Installation der 10kW Anlage durch den BUND Bremen erfolgte auf Initiative eines Gemeindemitgliedes.

Aufgrund des Baumbestandes fallen die Erträge deutlich geringer aus als bei vergleichbaren Anlagen in unverschatteter Lage. Hierunter leidet die Wirtschaftlichkeit der Anlage, Verluste werden jedoch nicht gemacht. Bei der Entscheidung für diese Solaranlage standen ganz klar die idealistischen Gründe, vor allem Umweltschutzaspekte, im Vordergrund.

Größe der Anlage in kWp (installierte Leistung) 9,7 kWp
Ertrag in kWh pro Jahr (2017) 6.500 kWh
Solarer Eigenverbrauch in % bezogen auf den solaren Jahresertrag 60 %
Investitionskosten Anlage 15.000 €
Erwartete Rendite 3 %
(vor Abzug der Gemeinkosten eG)
Inbetriebnahme Mai 2017

Förderung

Auch für Institutionen lohnt es sich, Förderungen für eine Solaranlage oder ein Speichersystem in Anspruch zu nehmen. Nebenstehend finden Sie verschiedene Möglichkeiten für die verschiedenen Technologien – von Zuschüssen bis hin zu zinsgünstigen Krediten.

Photovoltaik

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet mit ihrem Programm 270 einen zinsgünstigen Kredit (ab 1,26 Prozent) für die Installation von Photovoltaik-Anlagen.

Weitere Infos

Speicher

Das bisher bei der KfW bestehende Förderprogramm für Solarspeicher wurde zu Ende 2018 eingestellt. Über neue Förderangebote halten wir Sie an dieser Stelle zeitnah auf dem Laufenden.

Solarthermie

Für kleinere Solaranlagen zur alleinigen Warmwasserbereitung gibt es im Gebäudebestand vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einen Zuschuss von 500 Euro. Größere Anlagen mit 11 bis 40 m² werden mit 50 €/m² Bruttokollektorfläche gefördert. Die swb bietet ihren Wärmebezugskunden eine Förderung von maximal 150 €.

Solaranlagen zur kombinierten Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung mit einer Größe von bis zu 14 m² Kollektorfläche bekommen im Gebäudebestand vom BAFA einen Zuschuss von 2.000 €. Größere Anlagen mit 15 bis 40 m² Bruttokollektorfläche werden mit 140 €/m² Bruttokollektorfläche gefördert (s.auch Innovationsförderung). Die swb bietet Ihren Wärmebezugskunden einen Zuschuss von maximal 300 € an.

Für beide Solaranlagentypen gibt es verschiedene Zusatzförderungen, unter anderem für die erstmalige Anschaffung einer Brennwertheizung, für eine Kombination der Solaranlage mit einer Wärmepumpe oder einer Biomasseanlage oder auch für eine Optimierung der Heizungsanlage. Des Weiteren kann ein sogenannter Effizienzbonus in Anspruch genommen werden. Nähere Einzelheiten können Sie auf der BAFA-Homepage finden.

Die Innovationsförderung kann für größere Solarthermieanlagen ab 20 m² Bruttokollektorfläche, die auf Wohngebäuden mit mind. drei Wohneinheiten oder auf einem Nichtwohngebäude mit mind. 500 m² Nutzfläche errichtet werden, in Anspruch genommen werden. Diese Zuschüssen können sowohl für Gebäude im Bestand als auch für Neubauten abgerufen werden. Näheres erfahren Sie auf der BAFA-Homepage.

Für die Finanzierung einer Solarthermie-Anlage bietet die KfW innerhalb der beiden Programme „energieeffizient Bauen“ (153) und „energieeffizient Sanieren“ (151 und 152) zinsgünstige Kredite ab 0,74 % effektivem Jahreszins.

In jedem Fall sollte vor dem Einbau einer Solaranlage für die Raumheizungsunterstützung allerdings geprüft werden, ob nicht durch andere Maßnahmen wie zum Beispiel bessere Fenster oder erhöhte Wärmedämmung des Daches Energie effizienter eingespart werden kann. Eine Gebäudeenergieberatung kann hier Klarheit verschaffen. Diese wird von der BAFA und der Klimaschutzagentur energiekonsens (für Gebäude im Land Bremen) gefördert. Eine solarthermische Anlage kann anschließend immer noch installiert werden.